Meditation

Offene Meditationsgruppe / Surat Shabd Yoga

Leitung: Doris Richter

Wir treffen uns jeden Freitag 12:30 Uhr zu einer stillen Meditation im Businesspark Steinhausen.


WISSENSCHAFT DER SPIRITUALITÄT

Die Wissenschaft der Spiritualität ist eine offene, spirituelle Gemeinschaft, die sich für persönliche Transformation, Meditation, selbstlosen Dienst am Mitmenschen sowie für ein bewusstes und achtsames Leben im Alltag engagiert. Sie organisiert internationale Konferenzen zum interreligiösen Dialog mit dem Ziel der Förderung des Friedens und der Einheit der Menschen.

Weltweit unterhält die Organisation derzeit über 2’000 Meditationszentren und -gruppen, in denen Interessierte unentgeltlich die Meditation auf das innere Licht und den inneren Klang kennen lernen können.

Surat Shabd Yoga Pfad: wds-online.eu und sos.org


Wissenswertes über Meditation

Meditation: Bedeutung und Herkunft
Der Begriff Meditation stammt vom lateinischen Wort „meditatio“ ab, was „nachdenken“ oder „nachsinnen“ bedeutet, ganz in sich selbst zu ruhen.
Der Geist ist im Zustand der Meditation völlig wach und klar, aber gleichzeitig ruhig und entspannt. Die spirituelle Praxis der Meditation hat ihren Ursprung in vielen verschiedenen Religionen und Kulturen. Die moderne westliche Welt setzt Meditation auch losgelöst von jeglichem spirituellen Gedanken als Mittel zur Stressreduktion ein.

Meditation in der Religion:

Vedische Tradition: Meditieren im Yoga und Hinduismus
Die organisierte Form des Meditierens lässt sich bis in die Upanishaden und Veden zurückverfolgen, zwei der ältesten Textquellen der vedischen Traditionen in Indien (zu denen der Hinduismus und auch Yoga gehören). Sie lassen sich laut Expertenmeinungen auf das 7. bis 2. Jahrhundert vor Christus zurückdatieren. „Dhyana“ heißt in diesen Texten der Zustand der völligen geistigen Versenkung, die Schritt sieben des achtgliedrigen Yogapfades nach Patanjali (Yoga Sutra) darstellt. Darauf folgt nur noch Samadhi, die vollkommene Erkenntnis. Im Hinduismus ist das Ziel ebenfalls die Erleuchtung, also die Erkenntnis der Einheit von Atman (individuelle Seele) und Brahman (Weltenseele).

Die Rolle der Meditation im Buddhismus
Ähnlich verhält es sich im Buddhismus: Hier ist die Meditation Teil des Edlen Achtfachen Pfades, der eine wichtige Anleitung auf dem Weg zur Erlösung (Nirwana) darstellt. Das Meditieren ist ein sehr zentraler Teil der buddhistischen Praxis – neben dem Einhalten der ethischen Regeln ist die Achtsamkeitspraxis das wichtigste Element dieser Religion. Ziele der Meditation auf dem Weg zum Erwachen (Bodhi) sind die Sammlung und Beruhigung des Geistes (Samatha), die klar-bewusste Wahrnehmung (Vipassana), das Kultivieren des liebenden Mitgefühls (Metta) sowie die schrittweise Auflösung des Egos (Anhaften an das Selbst).

Meditieren im Christentum
In der christlichen Tradition ist das Meditieren Teil der Praxis zur Sammlung des Geistes: Dazu gehörten im Mittelalter, in dem vermutlich die ersten Aufzeichnungen zum Thema entstanden sind, die „geistlichen Übungen“ lectio („aufmerksames Lesen“), meditatio („gegenstandsfreie Anschauung“), oratio („Gebet“) und contemplatio („gegenständliche Betrachtung“). Der Grundgedanke ist also vergleichbar mit dem im Yoga oder Buddhismus.

Die bekanntesten Arten und Techniken der Meditation:

Passive Meditationsarten
Die Samatha-Meditation ist die Geistesruhe- oder Konzentrations-Meditation. Hier konzentriert sich der Übende auf einen Gegenstand. Dazu gehört unter anderem der Atem: Hier beobachtet der Meditierende seinen Atem und zählt möglicherweise die Atemzüge (Ein- und Ausatmen).

Die Zazen-Meditation spielt eine zentrale Rolle im Zen und ähnelt der Vipassana-Meditation in ihrer Ausführung.

Die Transzendentale Meditation
Durch Wiederholung einen Zustand tiefer Stille und gleichzeitiger Wachheit hervorrufen soll. Ein Mantra bekommt jeder Schüler individuell von einem Lehrer.

Aktive Meditationsarten
Im Zen-Buddhismus gehört hierzu die Gehmeditation (Kinhin), die zum Beispiel zwischen den passiven Zazen-Meditationen geübt wird.

Wirkung und positive Effekte von regelmäßiger Meditation:

Meditieren ist gut für die Psyche
Was unsere Vorfahren schon vor Tausenden von Jahren wussten, hat die aktuelle Wissenschaft bestätigt: Meditieren ist gesund – für Körper und Psyche. Regelmäßige Meditation verbessert das Stressempfinden und stärkt die emotionale Stabilität sowie das positive Denken. Der linke Frontalcortex ist bei Menschen, die meditieren, aktiver. Er sorgt dafür, dass sie ausgeglichener sind und Situationen oder Konflikte weniger emotional bewerten. Das limbische System, das in unserem Gehirn für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, trainiert die Meditation ebenfalls. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol wird gehemmt, wenn Menschen regelmäßig – am besten täglich – meditieren. Das lässt sie ruhiger werden und senkt das Risiko für psychische Erkrankungen. Achtsames Verhalten im Alltag macht uns geduldiger und schult unsere geistige Flexibilität.

Auch unsere Wahrnehmung für den eigenen Körper wird durch Meditieren verbessert. Wenn wir uns während der Meditation auf das bewusste Wahrnehmen unseres Körpers konzentrieren (etwa mit einem Bodyscan), verbessern wir automatisch auch im Alltag das Gespür für unsere Bedürfnisse. Meditation hilft uns, besser auf unsere Bedürfnisse einzugehen – sie stärkt die Hirnareale, die das Körperbewusstsein steuern.

Körperliche Gesundheit durch Meditation
Das regulierte Stressempfinden spüren wir auch körperlich: etwa in vermindertem Blutdruck. Regelmäßiges Meditieren kann den Bluthochdruck nachweislich um bis zu zwölf Prozent senken. Wer weniger gestresst ist, hat außerdem ein stärkeres Immunsystem und ist so generell weniger anfällig für Krankheiten. Die durch das Meditieren aktivierte linke Gehirnhälfte ist für unser Immunsystem verantwortlich. Weitere positive Effekte des durch Meditation verminderten Stresses sind etwa ein niedrigerer Cholesterinspiegel und weniger Migräneattacken. Menschen, die regelmäßig meditieren, fällt es leichter einzuschlafen, und sie bewerten ihre Schlafqualität häufig besser.